Unsere Baustandard: Niedrigstenergiehaus

Man versteht unter dem Begriff Niedrigstenergiehaus in der Regel ein Gebäude welches aufgrund seiner guten Wärmedämmung deutlich weniger Heizenergie benötigt, als dies bei herkömmlichen Bauweisen der Fall ist. Ein Teil des Wärmebedarfs wird aus „passiven“ Quellen gedeckt, wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen oder Geräten.

Den Standard Niedrigstenergiehaus erreicht man, indem der Heizwärmebedarf nur zwischen 15 und 25 kWh/m² pro Jahr liegt, was, verglichen mit dem Treibstoffverbrauch eines Autos, nur ca. 1-2,5 Liter pro 100 km entsprechen würde.

Niedrigstenergiehäuser benötigen deutlich weniger Heizenergie als Neubauten. Eines der Grundprinzipien des Niedrigstenergiehauses ist die Verlustminimierung: hohe Dämmstärken der Außenwände, des Dachs und der Zwischendecken. Ebenso wichtig wie ein optimaler Wärmeschutz ist eine wärmebrückenfreie* Ausführung.

 

* Eine Wärmebrücke (oft umgangssprachlich als Kältebrücke bezeichnet) ist ein Bereich in Bauteilen eines Gebäudes, durch den die Wärme schneller nach außen transportiert wird als durch die angrenzenden Bauteile. – Quelle: Wikipedia

Die Vorteile für Sie:

1. Einsparung von Energiekosten:

Dank der leckfreien Bauweise, der Vollwärmeschutzfassade, sowie der 3-fach verglasten Fenster benötigt man vergleichsweise nur sehr wenig Energie, um ein behagliches Raumklima zu schaffen.

Man heizt, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht „zum Fenster hinaus“. Auch geht keine Wärmeenergie durch undichte Wände verloren.

 

Altbau:

Niedrigstenergiehaus:

2. Behaglichkeit

Der geringe Energieverbrauch führt keineswegs zu Komfortverlusten. Ganz im Gegenteil: Durch die hochwärmedämmende Hülle gehört ein Kälteempfinden in der Nähe der Außenwände und Fenster der Vergangenheit an. Bewohner von Niedrigstenergiehäusern berichten, dass die Wände, wie ein großer Kachelofen, angenehm warm „strahlen“.

Die Visualisierung zeigt den Vergleich der Behaglichkeit von einem Altbau zu einem Niedrigstenergiehaus. Bei der gleichen Lufttemperatur (22 °C) strahlen im Altbau die Wände und Fenster deutlich Kälte ab, was die Behaglichkeit auf jeden Fall beeinträchtigt. Im Sommer gilt das Prinzip umgekehrt: Was im Winter die Kälte draußen hält, hält im Sommer entsprechend die Hitze draußen. Wenn man tagsüber sowohl die elektrischen Außenjalousien als auch die Fenster geschlossen hält, behält man sich auch bei großer Hitze ein vergleichbar angenehmes Raumklima.

3. Wohnbauförderung:

In Niederösterreich wird energieeffizientes Bauen mit einer Wohnbauförderung (zu beantragen durch die Käuferin/den Käufer) belohnt.

Wir statten Sie mit den notwendigen Unterlagen zur Einreichung aus.

4. Beheizung durch erneuerbare Energieformen:

In unserem aktuellsten Projekt in Purkersdorf errichten wir eine Heizung mit CO2-neutralen Holzpellets, die ihren eigenen Katalog an Vorteilen aufweist.

 

5. Langfristige Zufriedenheit:

Beim Niedrigstenergiehaus-Standard werden Baumängel weitgehenst ausgeschlossen. Bei diesen Bauweisen muss nämlich ein Luftdichtetest („Blower Door Test“) bestanden werden, welcher natürlich bei Lecks in der Gebäudehülle nicht funktionieren würde. Auch ist so die Gefahr von Schimmelbefall minimiert, da keine Feuchtigkeit durch die Mauern dringen kann und durch regelmäßige Fensterlüftung die Luftfeuchtigkeit auf einem idealen Niveau gehalten wird.

Die von uns verwendeten hochwertigen Kunststoff-Alu Fenster mit dreifacher Verglasung sind eigentlich unverwüstlich. Die Gefahr der Vergilbung des Kunststoffes besteht nicht, da die Sonne nur auf die Alu-Teile trifft. Die Haussubstanz (die tragenden Bauteile) ist praktisch nicht kaputt zu kriegen. Die massiven Betondecken, die mit Beton ausgegossenen Ziegelwände, sie alle tragen ihren Teil dazu bei.

Stichwort: „Nachhaltigkeit“

Nachhaltigkeit ist jede Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. – Quelle: „Brundtland-Bericht“, 1987

Herkunft und Bedeutung:

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt vom Wort „nachhalten“ ab und bedeutet im Grunde „längere Zeit bestehen bleiben“. Je besser ein Gebäude Witterungen dauerhaft standhalten kann und je länger es den Zweck, für den es konzipiert wurde, erfüllt, umso nachhaltiger ist es. Bei Wohnungen und Häusern bezieht sich der Begriff außerdem auf den Energieverbrauch und die Bewirtschaftungskosten – je niedriger diese sind, umso nachhaltiger ist das Gebäude. Gute Energiekennzahlen (siehe Energieausweis), Dauerhaftigkeit der im Bau verwendeten Materialien und ein durchdachtes Nutzungs- und Bewirtschaftungskonzept erhöhen also die Nachhaltigkeit.

Ein weiterer Nachhaltigkeitsaspekt bei Gebäuden ist die Umweltfreundlichkeit der Energiequellen. Diese sollten nahezu CO2-neutral sein (wie z. B. Beheizung mit Holzpellets, Solarthermie oder Photovoltaik), um als nachhaltig im Sinne der Umweltfreundlichkeit zu gelten.

Weitere interessante Informationen:

>> Broschüre zur NÖ-Wohnbauförderung